PREISVERLEIHUNG

Die Preisträger


Zum 2. Mal wurde am 15. Februar 2012 auf Initiative von IV OÖ und der OÖ. Kronen Zeitung in Kooperation mit der RLB OÖ und Life Radio die Corona - der Preis für gesellschaftliche Verantwortung der OÖ. Industrie vergeben.
LH Dr. Josef Pühringer hob im Zuge der Preisverleihung die Bedeutung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Engagements der Industriebetriebe für OÖ hervor und betonte, dass er die Verwaltungsreform weiter vorantreiben werde.

Corona Gold
Projetleiterin Mag. Ruth Arrich mit vier Teilnehmerinnen am Top-Talente Programm für AHS-Oberstufenschüler*

Corona Gold 1
Corona in Gold, v.l.n.r.: IV OÖ-Präsident DI Klaus Pöttinger, Dkfm. Ludwig Szinicz (TGW), Klaus Herrmann (OÖ. Kronen Zeitung), LH Dr. Josef Pühringer*
  Die Corona in Gold und ein Scheck über 5.000 €, der wieder in ein Projekt mit gesellschaftlicher Verantwortung in OÖ zu investieren ist, ging an TGW Mechanics GmbH für das Projekt „CAP.

Das Top-Talent Programm für AHS-Oberstufenschüler im Fachgebiet Mechatronik" (www.cap-future.eu)
CAP. verbindet die Interessen junger Menschen mit denen von Unternehmen.
Ziel ist es, AHS Schülern handwerklich-technische und Management-Fertigkeiten zu vermitteln. Diese ganzheitlich ausgebildeten Leistungsträger von morgen stellen ein Potenzial für den dringend benötigten Führungskräftenachwuchs in Industriebetrieben dar.

Das 4-jährige Ausbildungsprogramm bereitet junge Menschen auf die Herausforderungen im Wirtschaftsleben vor und bietet Unternehmen die Möglichkeit, begabte und leistungsbereite Jugendliche kennenzulernen. Die Teilnehmer an CAP. erhalten parallel zur AHS-Oberstufe eine modular aufgebaute Mechatronik-Ausbildung sowie eine altersgerechte Management-Ausbildung und erwerben praktische Berufserfahrung in Ferialpraktika bei Industriebetrieben.


Die Corona in Silber ging an Asamer Kies- und Betonwerke GmbH für das Projekt „Innovative Kies-Logistik mit ökologischer Aufbereitungstechnik".
Das Unternehmen befasst sich intensiv mit dem Problem der steigenden Umweltbelastung und sucht ständig nach Möglichkeiten zur Reduktion der Schadstoffemissionen.
Im Rahmen des Projektes wurden neue Anschlussstellen an das öffentliche Bahnnetz errichtet. Die Rohstoffe werden nun per Bahn in „Mobilen-Containern“ von Roitham in das Betonwerk nach Linz transportiert. Dadurch werden rund 1.920 to CO2 eingespart und eine deutliche Entlastung von Umwelt und Verkehr ermöglicht. Außerdem ist eine nachhaltige Schonung des Grundwassers gelungen. Durch die spezielle Aufbereitungstechnik werden bei der Kieswäsche 80% des benötigten Wassers recycelt und somit pro Jahr rund 120.000 m³ Grundwasser eingespart.
  Corona Silber
Corona in Silber: Robert Pree und DI Roland Raffelsberger (Asamer Kies-und Betonwerke), IV OÖ-Präsident DI Klaus Pöttinger (Mitte)*


Die Corona in Bronze ging an Kremsmüller Industrieanlagenbau KG für das Projekt „Kremsmüller 4 Life - Förderprogramm für außergewöhnliche Sozialprojekte".

Corona Bronze
Corona in Bronze, (v.l.n.r.): Ehrenbetriebsratsvorsitzender Fritz Fuchs, Karl Strauß und Mag. Gregor Kremsmüller (Kremsmüllergruppe)*
  Kremsmüller unterstützt seit 6 Jahren soziale Organisationen. Das Hauptaugenmerk liegt auf kreativen Projekten, die oft nur schwer an öffentliche Fördergelder gelangen. So konnten bereits viele außergewöhnliche Vorhaben realisiert werden.

Seit 2005 haben eine Vielzahl von Organisationen von der Kremsmüller 4 Life Projektförderung profitiert. Darunter die Lebenshilfe, Kunstformen Hartheim, das Kinderdorf Concordia in Rumänien, rettet das Kind Salzburg, In One World Nicaragua, Ärzte ohne Grenzen, das Hospiz Wels, das Kinderhilfswerk oder auch die Wiener Tafel.


Weitere Informationen sowie alle eingereichten Projekte finden Sie hier.



Die Podiumsdiskussion

Industrie und Banken - "Vampire" unserer Gesellschaft? Unter diesem Titel stand die Podiumsdiskussion im Rahmen der Corona-Preisverleihung. Erfreulich war das von DDr. Paul Eiselsberg (IMAS) präsentierte Ergebnis einer repräsentativ für die oö. Bevölkerung durchgeführten IMAS-Umfrage, wonach nur eine Minderheit von 3% die Behauptung, Unternehmen wären in Wirklichkeit Vampire, die - wie ein Werbespot der AK OÖ aussagen will - die Arbeitnehmer nur aussaugen wollen, für voll und ganz gerechtfertigt hält.
Auch würde eine Mehrheit von 72% der Arbeiterkammer raten, in Zukunft anders zu werben. Eine weitere IMAS-Trend-Beobachtung (österreichweit) kommt zu dem Ergebnis, dass das Betriebsklima in den österreichischen Wirtschaftsunternehmen äußerst konfliktarm sei.

Ein klassenkämpferisches Bild, wie es nach wie vor von der Arbeiterkammer oder den Gewerkschaften beharrlich gepflegt wird, entspricht nicht mehr der Realität. Christa Wagner (Josko) meinte, dass Verlässlichkeit und Innovationsgrad Werte seien, die die Mitarbeiter am Unternehmen besonders schätzten und brachte Beispiele für das vielfältige, soziale Engagement des traditionsreichen Familienunternehmens in der Region (z.B. Josko-Lehrlingsmobil). DI Gerhard Klein (MAN) betonte den Unterschied zwischen dem sehr gut funktionierenden innerbetrieblichen Verhältnis mit dem Betriebsrat und dem oft konfliktreichen mit der Gewerkschaft. Die MAN-Belegschaft selbst sei "loyalkritisch" - unternehmerisch denkende Mitarbeiter würden sich offen und ehrlich äußern und durch starke Loyalität auszeichnen.

GD Dr. Ludwig Scharinger (RLB OÖ) sieht ein Problem in der mangelnden Differenzierung zwischen Banken, die nahe an der Realwirtschaft arbeiten, und Investmentbanken und outet sich als Befürworter einer Transaktionssteuer, um Spekulationen endlich Einhalt zu gebieten. Das klassenkämpferische Bild "Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer" entspräche nicht mehr der Realität, vielmehr würden sich Mitarbeiter hin zu Mitunternehmern entwickeln. IV OÖ-Präsident Klaus Pöttinger hob hervor, wie wichtig es sei, Mitarbeitern eine Vision zu geben und die Frage nach dem "warum" zu beantworten. So würde sich die schöpferische Gestaltungskraft in Mitarbeitern entfalten.
Podiumsdiskussion
DDr. Paul Eiselsberg (IMAS), DI Gerhard Klein (MAN), Christa Wagner (JOSKO), IV OÖ-Präsident DI Klaus Pöttinger, GD
Dr. Ludwig Scharinger (RLB OÖ), Michaela Roithmayr (Moderation)*
  GD Dr. Ludwig Scharinger (RLB OÖ) sieht ein Problem in der mangelnden Differenzierung zwischen Banken, die nahe an der Realwirtschaft arbeiten, und Investmentbanken und outet sich als Befürworter einer Transaktionssteuer, um Spekulationen endlich Einhalt zu gebieten. Das klassenkämpferische Bild "Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer" entspräche nicht mehr der Realität, vielmehr würden sich Mitarbeiter hin zu Mitunternehmern entwickeln. IV OÖ-Präsident Klaus Pöttinger hob hervor, wie wichtig es sei, Mitarbeitern eine Vision zu geben und die Frage nach dem "warum" zu beantworten. So würde sich die schöpferische Gestaltungskraft in Mitarbeitern entfalten.


*Fotocredit: Chris Koller / OÖ. Kronen Zeitung